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Nährboden für Terror

 

Politische Rahmenbedingungen, religiöser Fanatismus und langjährige Gefühle von Erniedrigung und Frustration sind die eigentlichen Antriebe für "Terroristen". Dies ist viel entscheidender als eine kritische wirtschaftliche Situation oder mangelndes Bildungsniveau der Gewalttäter. Das ergibt eine aktuelle Analyse über den Zusammenhang von Ausbildung, Armut, politischer Gewalt und Terrorismus des National Bureau of Economic Research, Cambridge, Massachusetts. 

 

Im Durchschnitt erscheinen die Attentäter sogar besser gebildet und leben auch in einer besseren wirtschaftlichen Situation aus die Durchschnittsbürger in ihren Ländern des Nahen Ostens. Es zeigt sich zudem, dass die Drahtzieher der Terrorgruppen aus noch besser situierten Verhältnissen stammen, als ihre Fusssoldaten.

 

Deshalb ist die Annahme, Terrorismus und Armut stünden in unmittelbarem Zusammenhang, äusserst problematisch. Denn daraus könnte man schliessen, dass man bei sinkender Terrorgefahr die Hilfe für Entwicklungsländer senken könnte oder umgekehrt, dass intensivere Hilfe für Entwicklungsländer die Terrorismusgefahr verminderte.

 

Zum Terroristen wird man aber nicht geboren, sondern man wird dazu gemacht. Grund sind prägende Erlebnisse in der Kindheit in einer Gesellschaft mit starken Konflikten. Sie haben vielleicht miterlebt wie ihre Eltern ermordet wurden. So ein Erlebnis hat eine normale emotionale Entwicklung verhindert. Jetzt warten sie kaltblütig auf den Tag X. Die späteren Terroristen werden als Jugendliche in der Pubertät, zwischen dem 10. und dem 14. Lebensjahr, gezielt ausgewählt und dann fehlgeleitet. Ihre «Lehrer» entwickeln für sie eigene Legitimitätskonzepte, die sie zu den später fanatisierten Tätern machen.

Ihr Handeln ist innerhalb ihres Weltbildes logisch und richtig, denn diese Menschen haben ein Identitätsdefizit. Sie haben keine Liebe erfahren, wurden nicht als individuelle, wichtige Person wahrgenommen. Dieses Identitätsloch aufzufüllen gelingt aber über die Identifikation mit einer grossen Idee. Dafür braucht es nur jemanden, der eine grosse Vision anbietet, eine Befreiung, eine Bedeutung, die über die einzelne Person hinausgeht. Hier kann so ein Mensch dann einsteigen, um sich endlich geborgen zu fühlen.

Die Wahrnehmung der Aussenwelt ist – für so einen jungen Menschen – gefiltert durch einen langen Ausbildungsprozess und damit einhergehenden Sozialisation. Mit brutaler Ausbildung werden die die Jugendlichen auf ein einziges Ziel gedrillt: Den Kampf für eine bessere Welt, mit allen Mitteln. Für ihre charismatischen Führer sind sie sogar bereit, den Märtyrertod zu sterben. 

Das macht es diesen Menschen auch möglich, jahrelang ein bis zur Perfektion unauffälliges, angepasstes Leben im Land ihres Todfeindes zu führen. - Bis sie schliesslich zuschlagen. 

 

 

Aktuelle Ausgabe 40/2016

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